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Heimatkunde

Die Ausstellung „Heimatkunde“ zeigt Positionen zeitgenössischer jüdischer Kunst, die sich mit dem gespaltenen Verhältnis von geographischen und kulturellen Heimat beschäftigen. Die Szenografie von Holzer Kobler Architekturen basiert auf einem minimalen Eingriff: Durch die Ausstellungsfläche zieht sich ein zweiter, fast unmerklich angeschrägter und in sich gedrehter Boden, der ein leichtes Schwindelgefühl erzeugt. Das Ausstellungs-Faltblatt führt diese Idee fort: Der Bogen ist schräg gefaltet, der gedruckte Text im Verhältnis dazu jedoch gerade gesetzt. Beim Lesen entsteht eine unterschwellige Irritation, die das räumliche Ausstellungserlebnis nochmals verstärkt.

Auftraggeber: Jüdisches Museum Berlin
Projektleitung: Holzer Kobler Architekturen
Jahr: 2011